, Christinger Irina

Sensationeller Erfolg der Schaffhauser Kunstradfahrer an der Europameisterschaft

Am vergangenen Wochenende fanden in Wiesbaden (D) die ersten Europameisterschaften der Elite im Hallenradsport statt.  Die Schweizer Delegation war bereits am Mittwoch nach Wiesbaden gereist. Unter ihnen waren auch Nathalie Walter sowie Nathalie Steinemann und Irina Christinger aus dem Kanton Schaffhausen.  Am Freitag waren Steinemann/Christinger in der Kategorie 2er Frauen am Start. Zusammen mit dem Duo Laura Bruder und Julia Hämmerli waren sie in der Favoritenrolle für die Bronzemedaille. Für Nathalie Steinemann, welche nun bereits seit 18 Jahren im Kunstradsport trainiert, sollte es die erste internationale Medaille werden. Das Duo vom ATB Schaffhausen startete sauber in die 5-minütige Kür. Nach etwas mehr als der Hälfte stürzte Steinemann. Die beiden liessen sich jedoch anschliessend nicht aus der Ruhe bringen und fuhren ihr Programm gekonnt zu Ende. Mit 107.25 Punkten verliessen sie die Fahrfläche zufrieden und mit einem Lächeln. Anschliessend konnten sich die beiden auf dem Leader-Sofa zusammen mit ihrer Trainerin Carolin Noll die Kür ihrer Konkurrenten Bruder/Hämmerli ansehen. Auch sie starteten souverän in ihre Kür. Bruder stürzte bei der selben Übung, wie auch schon Steinemann stürzte, zudem zeigten die beiden was die Bronzemedaille für das Paar Steinemann/Christinger vom ATB Schaffhausen bedeutete. Europameisterinnen in der Kategorie 2er Frauen wurde das Geschwisterpaar Bringsken (D) vor Nattmann/Wurth (D).  Nathalie Walter vom FRvK Löhningen war am Samstag in der Kategorie 1er Frauen am Start. Die Vorbereitungen liefen für Walter nicht optimal denn sie hatte im Training am Donnerstag noch Mühe mit der Fahrflächenbeschaffenheit. Doch Walter bewies mentale Stärke und konnte mit ihrer guten Vorbereitung und Unterstützung der Nationaltrainerinnen sowie ihrem Vater und Trainer Ruedi Walter am Samstag selbstbewusst an den Start gehen. Walter beginnt ihre Kür souverän, auch den Sprung vom Sattel auf den Lenker gelang ihr perfekt. Zum Schluss erreicht sie 155.39 Punkte womit sie die aktuelle Führung übernahm. Seraina Waibel, vom RMV Pfungen, startete direkt nach ihr und fiel mit 151.41 Punkten hinter Walter. Bis zum Start von Iris Schwarzhaupt aus Deutschland lag Walter auf dem dritten Zwischenrang. Schwarzhaupt zeigte jedoch keine gute Kür womit sie, entgegen aller Erwartungen, mit 154.08 Punkten auf den 4. Platz hinter Walter fiel. So holt Walter die Bronzemedaille hinter Viola Brand aus Deutschland und Adriana Mathis aus Österreich.